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High Need Babies & Pucken

High Need Babies & Pucken

Ein Gastbeitrag von Sandra Stütz, 3-fache Mutter

 

Um die ersten Babymonate ranken sich ja viele Mythen und gerade als werdende Eltern oder frischgebackene Mama oder Papa, wird man da plötzlich mit Wahrheiten konfrontiert, die man so vorher nie kannte oder je davon hörte. Man sieht die Babies in der Pamperswerbung wohlig schlafen, alle Viere von sich gestreckt und herrlich entspannt. 

 

Bei uns sah das nun bei drei dieser wunderbaren Exemplare anders aus. Von Beginn an hatte ich Kinder, denen es schlicht viel zu früh war. Zu früh um auf diese kalte, laute und viel zu aufregende Welt zu kommen. Nicht dass es Frühchen waren, im Gegenteil, ich hatte sehr pünktliche Babies. Aber sie zeigten mit allem was ihnen gegeben war, dass sie irgendwie lieber im Bauch geblieben wären. Ich hatte sogenannte ‚high need babies‘. Babies, die etwas mehr brauchen, als nur eine volle Brust, ein frisches Fläschchen, ein schaukelnder Kinderwagen, Arme die halten und Hände die streicheln. Meine Kinder brauchten rauschende Geräusche zum einschlafen, ähnlich dem Geräusch des rauschenden Blutes in den Adern, das ihnen aus dem Mutterleib so bekannt war. Sie brauchten ständige Bewegungen… hauptsächlich in der Trage, oder in der wippenden Hängematte, im Auto, manchmal im Kinderwagen. Aber vor allem brauchten sie eines und daran musste ich mich bei meinem ersten Kind, meiner Tochter, erst einmal gewöhnen. Sie brauchten das Enge, das sich-begrenzt-fühlen, das Gefühl einer immer noch intakten Gebärmutterhülle um sie herum. Schon früh weihte mich meine Hebamme in die Technik des Puckens ein. Damals mit einer sehr großen Stoffwindel. Nachdem klar war, dass weder Stillen noch Schlafen ohne diesen Kokon machbar sein werden, und das auf lange Sicht, besorgte ich mir Puckhilfen. Diese sind etwas praktischer im Alltag und gerade nachts. Außerdem sind sie nochmal fester und lassen weniger Spielraum für zuckende und sich selbst wachmachende Ärmchen. 

 

Der Anblick meiner Tochter, gepuckt bis ans Zahnfleisch, glich einem kleinen Burrito. Irgendwie süß, aber auch befremdlich. Viele, gerade ältere Bekannte und Familienangehörige, empfanden den Anblick als seltsam. Nicht selten fiel der Vergleich zur ‚Zwangsjacke‘. Natürlich gibt das einer jungen, unerfahrenen Mutter nicht gerade Mut und nährt Zweifel. Aber meine Zweifel waren immer gleich wie weggeblasen, wenn ich sah wie meine Tochter ungepuckt mit den Ärmchen kämpfte und einfach nicht zur Ruhe kam, keinen Schlaf fand.

 

Dennoch blieb mir das Bild der selig schlafenden Pamperskinder, mit den von sich gestreckten Ärmchen und Beinchen im Kopf und irgendwie wollte ich da auch hin. Unbedingt. Für mich sah Babyschlaf so aus. So friedlich. So frei und entspannt.

 

Selbst mit 5-6 Monaten wurden alle meine drei Kinder noch gepuckt, wollten und brauchten es. Je älter die Babies wurden desto öfter versuchte ich die Puckhilfe wegzulassen. Meist probierte ich das Einschlafen am Abend ohne, um dann nachts doch zu merken, dass es ohne pucken nicht geht und dann eine riesige Umziehaktion zu machen.

 

Bei meinem letzten Sohn durfte ich den Winter Wombi von Wombambino testen und finde es eine tolle Hilfe um den Übergang so einfach und leicht und zugleich sanft für das Baby zu gestalten. Wenn das Baby die erste Zeit im Wombi doch noch zu unruhig ist und mehr Begrenzung braucht kann das durch ein Pucktuch zusätzlich gewährleistet werden. Mehr Freiheit, denn manche Kinder kommen dann doch schnell auf den Geschmack von freien Armen, kann man ihnen durch die Druckknöpfe an den Seiten auch schnell ermöglichen. 

 

Und so steht dem Schlaf wie im Windelwerbespot nichts mehr im Weg… außer den üblichen Verdächtigen vielleicht wie Zähne, Bauchweh, Schnupfen, Fieber, Entwicklungsschub, zu heiß, zu kalt… die Liste ist ja bekanntlich endlos.

 

Ich freue mich auf eure Meinung zu dem Thema

 

Liebe Grüße 

Sandra Stütz

 

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