Die richtige Schlafumgebung für Babys

Die richtige Schlafumgebung für Babys

Als Eltern möchten wir nur das Beste für unsere Babys, insbesondere wenn es um ihren Schlaf geht. Für viele stellt sich die Frage: „Wo soll mein Baby denn eigentlich schlafen?“ Hierfür gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Angefangen vom Elternschlafzimmer oder dem Kinderzimmer. Oder auch die Wahl des Bettchens: Beistellbettchen, Gitterbettchen, Stubenwagen oder die Wiege. Vor allem, wie soll das Bettchen gestaltet werden? Und wie war das nochmal mit dem Familienbett?

Inhaltsverzeichnis: 
  1. Maßnahmen für die richtige Schlafumgebung für Babys
    1. Eine rauchfreie Schlafumgebung
    2. Der Schlaf im Elternschlafzimmer
    3. Die richtige Raumtemperatur
    4. Vermeidung von Erstickungsgefahr im Babybett
    5. Das Baby richtig anziehen: Die passende Schlafbekleidung
    6. Co-Sleeping: Das Schlafen im Familienbett
  2. Erholsamer Babyschlaf durch die richtige Schlafumgebung
  3. Erfahrungsbericht einer Kundin

 

 

Schlafendes Baby

1. Maßnahmen für die richtige Schlafumgebung für Babys

Schlaf ist für Babys sehr wichtig, da er zu ihrer gesunden Entwicklung und ihrem Wachstum beiträgt. Eine geeignete Schlafumgebung kann die Qualität und Quantität des Schlafs eines Babys verbessern. Auch wird ihr große Aufmerksamkeit geschenkt, da sie eine wichtige Rolle bei der Prävention des plötzlichen Kindstods (SIDS) spielt. Daher werden klare Maßnahmen für die ersten 12 Lebensmonate empfohlen. 

  1.1. Eine rauchfreie Schlafumgebung

Ganz klar, das Zimmer muss rauchfrei sein. Was für uns Erwachsene gesundheitsgefährdend ist, gilt erst recht für unsere Kinder – selbsterklärend!

  1.2. Der Schlaf im Elternschlafzimmer

Das Schlafen im Elternschlafzimmer ist oft die häufigste Wahl. Zum einen suchen Kinder die Nähe der Eltern, um gut schlafen zu können, wobei die gleichmäßige Atmung der Eltern beruhigend wirken kann. Zum anderen haben die Eltern so eine bessere Kontrolle über ihr Kind, falls es in (Atem-)Not gerät, und können schneller eingreifen. Außerdem ist es - vor allem für stillende Mütter - bequem, das Baby in der Nähe zu haben. Gerade in den ersten Monaten ist ein Beistellbett oft die optimale Lösung.

  1.3. Die richtige Raumtemperatur

Die ideale Raumtemperatur für Babys liegt zwischen 18 und 20 Grad Celsius. Achte darauf, dass der Raum weder zu warm noch zu kalt ist, um das Wohlbefinden des Babys zu gewährleisten. Außerdem sollte der Raum ausreichend gelüftet werden (Stoßlüften), um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. Achte darauf, dass das Babybett nicht in der Nähe von offenen Fenstern oder Türen steht, um Zugluft zu vermeiden.

  1.4. Vermeidung von Erstickungsgefahr im Babybett

Das Kinderbett muss sicher sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein klassisches Gitterbett, einen Stubenwagen oder eine Wiege handelt. Grundsätzlich ist man in der Wahl frei, sollte aber darauf achten, dass der Schlafplatz sicher ist. Das bedeutet, dass außer einer Matratze nichts in das Bettchen gehört. Vor allem keine Kuscheltiere oder Schmusetücher, in denen sich die Kleinen mit dem Gesicht vergraben können. Auch die Bettdecke oder das Kopfkissen gehören nicht ins Bettchen - zu groß ist die Gefahr, dass sie sich die Decke über den Kopf ziehen oder sich mit dem Gesicht zu tief ins Kissen vergraben.

Um im Babybett auf Nummer sicher zu gehen, sind Babyschlafsäcke eine sehr gute Alternative. Bei richtiger Wahl der Schlafsackgröße können Babys nachts nicht in den Schlafsack hinein- oder herausrutschen. Die Gefahr der Überhitzung durch das Verdecken des Gesichtes kann somit weitgehend ausgeschlossen werden. Auch eine Erkältung kann ausgeschlossen werden, da sich die Babys nachts nicht durch viel Strampeln und Bewegen abdecken können. Schlafsäcke sind daher eine gute Alternative zu Babydecken oder Nestchen.

  1.5. Das Baby richtig Anziehen: Die passende Schlafbekleidung

Das Kind sollte unter dem Schlafsack nicht zu warm und nicht zu kalt angezogen sein. Diese Aussage kann nicht verallgemeinert werden. Jedes Kind hat ein anderes Wärme- und Kälteempfinden. Schlafsäcke haben jedoch oft für jede Jahreszeit empfohlene TOG-Werte und verschiedene Innenfutter. Winterschlafsäcke sind innen angeraut und haben ein dickeres Material, während für Sommerschlafsäcke leichte und atmungsaktive Materialien gewählt werden. Die TOG-Werte variieren zwischen 0,5 TOG im Sommer und 2,5 TOG im Winter. Eltern kennen ihre Kinder am besten und sollten individuell handeln.

Es besteht jedoch oft die Tendenz, Kinder zu warm anzuziehen, daher ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass sie nicht überhitzen. Der Nacken sollte angenehm warm sein.

Wichtig: Hände und Füße sind oft kalt, dies sind jedoch keine Anzeichen für das allgemeine Wohlbefinden des Babys, da sie in den ersten Monaten noch nicht aus eigener Kraft durchblutet werden können!

  1.6. Co-Sleeping: Das Schlafen im Familienbett

Das Familienbett wird immer beliebter. Natürlich suchen Kinder die Nähe und schlafen am besten direkt bei ihren Eltern. Auch für das Stillen ist es am bequemsten, denn die Mutter kann im Liegen stillen und dabei weiterschlafen. Die Meinungen sind geteilt. Natürlich birgt das Familienbett auch Gefahren. Die Decken und Kissen der Eltern stellen eine mögliche Erstickungsgefahr dar. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass das Elternbett genügend Platz bietet und ausreichende Vorkehrungen getroffen werden, damit das Kind nicht aus dem Bett fallen und sicher schlafen kann. 

2. Erholsamer Babyschlaf durch die richtige Schlafumgebung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Gestaltung der richtigen Schlafumgebung für Babys von entscheidender Bedeutung ist. Dabei geht es nicht nur um Sicherheit und Komfort, sondern auch um das Gefühl von Geborgenheit und liebevoller Zuwendung. Durch die Wahl der richtigen Materialien der Babykleidung und Bettwäsche, die sorgfältige Kontrolle der Raumtemperatur und eine rauchfreie Schlafumgebung kannst du deinem Baby eine behütete und erholsame Nachtruhe bieten. Eine liebevolle Schlafumgebung schafft nicht nur einen gesunden Schlaf, sondern auch die Grundlage für Vertrauen und Bindung zwischen Eltern und Kind.

3. Erfahrungsbericht einer Kundin

Eva berichtet von ihren Erfahrungen mit der richtigen Schlafumgebung:

Ich werde nie vergessen, wie ich mit Leon aus dem Krankenhaus nach Hause kam. In der ersten Nacht im August - also im Hochsommer - habe ich Leon mit einem langärmeligen Body, einem Strampler, einem dünnen Sommerschlafsack und einem dicken Winterschlafsack ins Bett gelegt. Ich dachte, so kleinen Babys muss es doch immer kalt sein. Natürlich war es viel, viel zu warm. Am nächsten Tag erklärte mir meine Hebamme, dass ein kurzärmeliger Body und der Sommerschlafsack ausreichen. Als frischgebackene Mama ist man einfach unsicher und da sollte man wirklich seine Hebamme fragen, wenn man unsicher ist. Das hat mir oft sehr geholfen! Wir hatten am Anfang so ein kleines Beistellbett und da habe ich wirklich darauf geachtet, dass nichts im Bett war außer Kind, Matratze und Schlafsack. Aber es hat sich leider sofort herausgestellt, dass das Bettchen nicht der bevorzugte Schlafplatz für Leon ist. Und so stand das Bett mit der Matratze da und war ansonsten leer. Leon schlief zwar in seinem Schlafsack auf meinem Bauch und ich deckte mich nur bis zu den Beinen zu, aber er schlief mit uns im Bett. Ich selbst fand das unsicher, da er von mir herunterfallen konnte oder ich mich und ihn im Halbschlaf zudeckte. Ich konnte auch keinen Rausfallschutz um das ganze Bett herum anbringen, also konnte ich nie ausschließen, dass er rausfällt. Aber so kleine Babys können sich ja noch nicht bewegen, also habe ich diese Gefahr zumindest am Anfang ausgeschlossen.

Als Leon dann begann in seinem Bett zu schlafen, nutzten wir mittlerweile das Gitterbettchen, aber als Beistellbett. Haben also quasi die eine Seite der Gitterstäbe vom Bettchen entfernt und schoben es direkt an unser Bett. Immer noch war nichts im Bett zu finden, außer die Matratze und Leon im Schlafsack. Dass es dennoch eine kleine Grenze zwischen uns gab, legte ich das Stillkissen zwischen uns. Wohlwissend, dass das Stillkissen eine Erstickungsgefahr darstellte. Leon war zu dem Zeitpunkt jedoch schon so alt, dass er sich drehen konnte. Ich dachte, so schlimm wird das schon nicht sein. Wie nicht anders zu erwarten, hat Leon das Stillkissen zu seinem Schmusekissen auserkoren. Wie soll es auch anders sein. Er vergrub regelrecht sein Gesicht darin. Na toll! Also wollte ich es wieder weg nehmen, natürlich konnte er ohne nicht mehr schlafen. Also ließ ich es ihm. Ich muss dazu sagen, dass ich besessen war vom plötzlichen Kindstod und Leon an der Windel so einen kleine Sensor trug, der ansprang, wenn er nicht mehr atmen sollte. Daher war ich beruhigt. Mit etwa neun Monaten ging das Teil kaputt und schlug zig mal fehl. Danach schmiss ich es in den Müll und verbann in diesem Zuge gleich das Stillkissen mit dazu. Leider konnte und konnte Leon dann nicht mehr schlafen. Ich musste mir eine Alternative überlegen.

Gut, dass wir zur Geburt etwa zehn Schmusetücher geschenkt bekommen haben. Also inspizierte ich diese aufs genaueste. Jedes legte ich mir aufs Gesicht um zu testen, ob man durchatmen kann und so suchte ich mir eines aus, dass ganz, ganz dünn war und auch wenn er sich darin vergrub, er trotzdem noch durchatmen konnte. Ein Glück, dass er dieses direkt angenommen hat. Bis heute schläft Leon noch ohne Schnickschnack und mit Schlafsack im Bett, jedoch liegt das Stillkissen mittlerweile wieder im Bett. Wieso ich es zurück holte, weiß ich gar nicht mehr. Meine Angst vor dem Ersticken ist jedoch weg. Und er nutzt das Stillkissen als Kopfkissen. Sein Schmusetuch, das „Bärchen“, MUSS beim Schlafen und auch mittlerweile sonst überall dabei sein! Im Übrigen, steht Leons Bett bis heute noch bei uns im Elternschlafzimmer. Ich find es einfach bequemer, falls Nachts was mit ihm ist.

Häufig gestellte Fragen zur richtigen Schlafumgebung für Babys

Sollte ich ein Nestchen im Babybett verwenden?

Ein Nestchen im Kinderbett kann eine Erstickungsgefahr darstellen. Es ist besser, darauf zu verzichten und das Baby in einer übersichtlichen und sicheren Umgebung schlafen zu lassen.

Sollte ich ein Nachtlicht im Schlafzimmer meines Babys verwenden?

Ein Nachtlicht kann eine sanfte Beleuchtung im Schlafzimmer schaffen und Ihrem Baby beim Einschlafen helfen. Stellen Sie sicher, dass das Licht nicht zu hell ist und das Baby nicht stört.

Sollte ich meinem Baby einen Schnuller zum Schlafen geben?

Ein Schnuller kann beruhigend für ein Baby sein und das Risiko des plötzlichen Kindstods verringern. Wenn Ihr Baby den Schnuller akzeptiert, können Sie ihn ihm zum Schlafen geben, aber achten Sie darauf, dass er sicher befestigt ist und das Baby nicht daran ersticken kann.

Ab welchem Alter kann mein Baby mit einem Kissen schlafen?

Es wird empfohlen, dass Babys unter einem Jahr ohne Kissen schlafen, um das Risiko des plötzlichen Kindstods zu verringern. Ab dem ersten Geburtstag kann ein flaches Kissen verwendet werden, wenn das Baby sich gut bewegen kann und keine Erstickungsgefahr besteht.